Morris Strosack (r.) steuerte am Samstag sechs Treffer zum hohen 41:18-Sieg des TuS Schutterwald gegen Oberkirch bei. Bildquelle: Stephan Hund
TuS Schutterwald zieht voll durch
Südbadenliga Männer

Die Gastgeber deklassieren im Ortenau-Duell der Südbadenliga den TV Oberkirch mit 41:18. Leon Sieck lässt zwölf Minuten keinen Treffer zu. Renchtäler können nur rund 25 Minuten mithalten und brechen dann ein.

Selten zuvor hat eine Mannschaft so viel Mitgefühl in der Mörburghalle erfahren, wie am Samstag der TV Oberkirch. Grund war nicht alleine der 41:18 (20:13)-Kantersieg des ambitionierten TuS Schutterwald, sondern mehr die offensichtliche Chancenungleichheit. Die Gäste wollten, konnten aber nicht mehr. Nach rund 25 Minuten war der Ofen aus. Personell schon die ganze Saison am Limit, ging am Samstag nichts mehr. Zumal erst Stefan Kofler (34.) mit einer Fußverletzung vom Feld humpelte und wenig später Dennis Roll (41.) nach der dritten Zeitstrafe zum Zuschauen verdammt war.

„Schutterwald ist im Moment über 60 Minuten nicht unsere Kragenweite. Trotzdem sollte man nicht mit 23 Toren verlieren“, kommentierte Gäste-Coach Daniel Kempf bittere 60 Minuten in seinem Heimat- und Wohnort.

Ernst nehmen

Markus Lais, der Trainer der Schutterwälder, muste sich derweil wegen des „Kannibalismus“ seiner Schützlinge fast schon rechtfertigen. „Wir spielen in der gleichen Klasse. Und ich erwarte von den Jungs, dass sie jedes Spiel ernst nehmen“, betonte er nach der Begegnung. Möglicherweise spukte bei seinem Spielern auch noch im Hinterkopf, dass eine Neun-Tore-Führung eine Woche zuvor in Helmlingen zwischenzeitlich komplett verspielt worden war.

Am Samstag hielten die Oberkircher zunächst gut mit, gingen sogar durch Max Schmidt, in der Jugend beim TuS aktiv, zweimal in Führung und waren bis zum 14:13 auf Tuchfühlung. „Da waren wir gut strukturiert und hätten es sogar noch ein bisschen besser machen können, wenn wir in der Abwehr ein bisschen konzentrierter gewesen wären“, fand Kempf.
Überragend auf Schutterwälder Seite agierte schon zu diesem Zeitpunkt Pascal Fleig. Der Linksaußen, fast zwei Jahre verletzt, hatte von Beginn an die Chance erhalten, da Johannes Silberer nach einer Krankheit nicht rechtzeitig fit geworden war. Fleig vertrat ihn in Angriff und Abwehr richtig stark. Grundsätzlich wies die TuS-Abwehr allerdings zunächst Steigerungspotenzial auf, und just, als sich Raphael Herrmann für einen Einsatz im Tor vorbereitete, lief Keeper Leon Sieck zu Hochform auf. Ab besagtem 14:13 (24.) machte er seinen Kasten halbzeitübergreifend für zwölf Minuten dicht, glänzte zudem mit passgenauen Würfen zum Tempogegenstoß, darunter eine Traumkombination mit dem wieder mal torhungrigen Philipp Harter. Schutterwald zog bis zur Minute auf 24:13 (36.) vor.

Oberkirch fiel in sich zusammen, zumal ab der 34. Minute auch Kofler fehlte. Und Samuel Siefermann, der nach einem Sturz auf den Kopf nur einmal trainieren konnte, musste durchhalten, verzweifelte aber schier am Schutterwälder Abwehrbollwerk. „Wir hatten nun richtig Zugriff bekommen und haben vor allem den Roll-Brüdern und Siefermann komplett den Spaß genommen“, bilanzierte Lais.

Alles passte beim TuS

Gäste-Coach Daniel Kempf konnte kaum noch wechseln, und man hatte auch nicht den Eindruck, dass noch einer freiwillig aufs Feld wollte. Teilweise spielte Oberkirch nun Harakiri, „aber irgendwas mussten wir ja probieren“, so Kempf. Doch bei Schutterwald passte an diesem Abend alles. Ein Kevin Heuberger, der bisher noch nicht so viele Einsatzzeiten hatte, zeigte in der zweiten Hälfte seine Spielmacherqualitäten, bediente Philipp Harter mit tollen Anspielen. Der privat verhinderte Daniel Heppner wurde von Morris Strosack glänzend vertreten. Dessen Cousin, der A-Jugendliche Lasse Meier, kam rein und machte gleich zwei Tore. Und als Raphael Herrmann in der 47. Minute dann mit Verspätung Leon Sieck ablöste, knüpfte der an die starke Leistung seines Vorgängers an. „Heute war es eine tolle Kollektivleistung. Man hat gesehen, dass wir Qualität im ganzen Kader haben“, freute sich Lais, der sich auch den Luxus leisten konnte, den vor einer Woche 12-fachen Torschützen Michael Herzog weitgehend zu schonen.

Am Samstag (20 Uhr) geht es für die mit 10:0 Punkten einzig verlustpunktfreie Schutterwälder nun zum TV Herbolzheim, Oberkirch spielt bei der HU Freiburg.

Schutterwald - Oberkirch 41:18 (20:13)

Schutterwald: Herrmann (ab 47.), Sieck (bis 46.); Wöhrle 1, Langenbacher 3, Bello, Doll 2, Meier 2, K. Heuberger 2, Fahner 3, Seigel 2, Herzog 4/2, Fleig 7, Harter 9, Strosack 6.
Oberkirch: Wachsmann (bis 38.), Nebel (ab 39.); Siefermann 5/1, F. Brandstetter 2, D. Roll 3, Gross, Walz, Tino Birk, Huschle, Kofler 1, Tom Birk, Schmidt 4, T. Roll 3/1, A. Brandstetter.
Disqualifikation: D. Roll (41:54).

Südbadenliga Männer 
TuS Schutterwald zieht voll durch
Morris Strosack (r.) steuerte am Samstag sechs Treffer zum hohen 41:18-Sieg des TuS Schutterwald gegen Oberkirch bei. Bildquelle Stephan Hund

Die Gastgeber deklassieren im Ortenau-Duell der Südbadenliga den TV Oberkirch mit 41:18. Leon Sieck lässt zwölf Minuten keinen Treffer zu. Renchtäler können nur rund 25 Minuten mithalten und brechen dann ein.

Selten zuvor hat eine Mannschaft so viel Mitgefühl in der Mörburghalle erfahren, wie am Samstag der TV Oberkirch. Grund war nicht alleine der 41:18 (20:13)-Kantersieg des ambitionierten TuS Schutterwald, sondern mehr die offensichtliche Chancenungleichheit. Die Gäste wollten, konnten aber nicht mehr. Nach rund 25 Minuten war der Ofen aus. Personell schon die ganze Saison am Limit, ging am Samstag nichts mehr. Zumal erst Stefan Kofler (34.) mit einer Fußverletzung vom Feld humpelte und wenig später Dennis Roll (41.) nach der dritten Zeitstrafe zum Zuschauen verdammt war.

„Schutterwald ist im Moment über 60 Minuten nicht unsere Kragenweite. Trotzdem sollte man nicht mit 23 Toren verlieren“, kommentierte Gäste-Coach Daniel Kempf bittere 60 Minuten in seinem Heimat- und Wohnort.

Ernst nehmen

Markus Lais, der Trainer der Schutterwälder, muste sich derweil wegen des „Kannibalismus“ seiner Schützlinge fast schon rechtfertigen. „Wir spielen in der gleichen Klasse. Und ich erwarte von den Jungs, dass sie jedes Spiel ernst nehmen“, betonte er nach der Begegnung. Möglicherweise spukte bei seinem Spielern auch noch im Hinterkopf, dass eine Neun-Tore-Führung eine Woche zuvor in Helmlingen zwischenzeitlich komplett verspielt worden war.

Am Samstag hielten die Oberkircher zunächst gut mit, gingen sogar durch Max Schmidt, in der Jugend beim TuS aktiv, zweimal in Führung und waren bis zum 14:13 auf Tuchfühlung. „Da waren wir gut strukturiert und hätten es sogar noch ein bisschen besser machen können, wenn wir in der Abwehr ein bisschen konzentrierter gewesen wären“, fand Kempf.
Überragend auf Schutterwälder Seite agierte schon zu diesem Zeitpunkt Pascal Fleig. Der Linksaußen, fast zwei Jahre verletzt, hatte von Beginn an die Chance erhalten, da Johannes Silberer nach einer Krankheit nicht rechtzeitig fit geworden war. Fleig vertrat ihn in Angriff und Abwehr richtig stark. Grundsätzlich wies die TuS-Abwehr allerdings zunächst Steigerungspotenzial auf, und just, als sich Raphael Herrmann für einen Einsatz im Tor vorbereitete, lief Keeper Leon Sieck zu Hochform auf. Ab besagtem 14:13 (24.) machte er seinen Kasten halbzeitübergreifend für zwölf Minuten dicht, glänzte zudem mit passgenauen Würfen zum Tempogegenstoß, darunter eine Traumkombination mit dem wieder mal torhungrigen Philipp Harter. Schutterwald zog bis zur Minute auf 24:13 (36.) vor.

Oberkirch fiel in sich zusammen, zumal ab der 34. Minute auch Kofler fehlte. Und Samuel Siefermann, der nach einem Sturz auf den Kopf nur einmal trainieren konnte, musste durchhalten, verzweifelte aber schier am Schutterwälder Abwehrbollwerk. „Wir hatten nun richtig Zugriff bekommen und haben vor allem den Roll-Brüdern und Siefermann komplett den Spaß genommen“, bilanzierte Lais.

Alles passte beim TuS

Gäste-Coach Daniel Kempf konnte kaum noch wechseln, und man hatte auch nicht den Eindruck, dass noch einer freiwillig aufs Feld wollte. Teilweise spielte Oberkirch nun Harakiri, „aber irgendwas mussten wir ja probieren“, so Kempf. Doch bei Schutterwald passte an diesem Abend alles. Ein Kevin Heuberger, der bisher noch nicht so viele Einsatzzeiten hatte, zeigte in der zweiten Hälfte seine Spielmacherqualitäten, bediente Philipp Harter mit tollen Anspielen. Der privat verhinderte Daniel Heppner wurde von Morris Strosack glänzend vertreten. Dessen Cousin, der A-Jugendliche Lasse Meier, kam rein und machte gleich zwei Tore. Und als Raphael Herrmann in der 47. Minute dann mit Verspätung Leon Sieck ablöste, knüpfte der an die starke Leistung seines Vorgängers an. „Heute war es eine tolle Kollektivleistung. Man hat gesehen, dass wir Qualität im ganzen Kader haben“, freute sich Lais, der sich auch den Luxus leisten konnte, den vor einer Woche 12-fachen Torschützen Michael Herzog weitgehend zu schonen.

Am Samstag (20 Uhr) geht es für die mit 10:0 Punkten einzig verlustpunktfreie Schutterwälder nun zum TV Herbolzheim, Oberkirch spielt bei der HU Freiburg.

Schutterwald - Oberkirch 41:18 (20:13)

Schutterwald: Herrmann (ab 47.), Sieck (bis 46.); Wöhrle 1, Langenbacher 3, Bello, Doll 2, Meier 2, K. Heuberger 2, Fahner 3, Seigel 2, Herzog 4/2, Fleig 7, Harter 9, Strosack 6.
Oberkirch: Wachsmann (bis 38.), Nebel (ab 39.); Siefermann 5/1, F. Brandstetter 2, D. Roll 3, Gross, Walz, Tino Birk, Huschle, Kofler 1, Tom Birk, Schmidt 4, T. Roll 3/1, A. Brandstetter.
Disqualifikation: D. Roll (41:54).