Lucy Klingler zeigte ein starkes Debüt für die SG Kappelwindeck/Steinbach. Bildquelle: Harro Hornung
SG-Frauen verlieren zum Saisonauftakt - Marleen Kern feiert Debüt
3. Liga Süd-West Frauen

Die SG Kappelwindeck/Steinbach ist mit einer 25:28 (12:13)-Niederlage bei der HSG Wittlich in die neue Runde der 3. Liga Süd-West gestartet. Ihr Debüt feierten unter anderem Lucy Klingler und Marleen Kern.

Die Frauen der SG Kappelwindeck/Steinbach haben den Saisonauftakt in der 3. Liga Süd-West verpatzt und gegen die HSG Wittlich mit 25:28 (12:13) den Kürzeren gezogen.

Den SG-Verantwortlichen war klar, dass man angesichts der personellen Neuorientierung in dieser Saison nur schwer über Favoritenrollen vor den Spielen spekulieren sollte. So war die Mannschaft zwar zuversichtlich, aber auch mit dem nötigen Respekt vor dem letztjährigen Aufsteiger nach Wittlich gereist, und hatte mit Sarah Hildebrand, Monja Lorenz, Lucy Klingler und der jungen Marleen Kern einige Bundesliga-Debütantinnen im neu formierten Kader. Auch Trainerin Nadine Wiume, unterstützt von Ralf Kotz und Arnold Manz auf der Bank, stand erstmals an der Seitenlinie.

Zu viele Fehler

Dennoch gingen die SG-Frauen, mit Unterstützung einer von Beginn an gut aufgelegten Ina Rahner im Tor, durch zwei schnelle Konter mit 2:0 in Führung, bevor dann allerdings schnell der Faden etwas riss und die Gäste postwendend ausgleichen konnten. In dieser Phase begann erstmalig der „Schlendrian“, besonders in leichtfertig vergebenen Torwürfen, schlecht vorbereiteten Angriffshandlungen und auch im mangelnden Rückzugsverhalten gegen die nun „Morgenluft“ witternden Gastgeberinnen, die nun ihrerseits mit zwei Treffern davonzogen (7:5). Die SG konnte zwar nach und nach die Partie wieder ausgeglichen gestalten, um sich aber selbst wieder etwas besser abzusetzen, reihten sich erneut zu viele einfache Fehler auf allen Positionen aneinander, und man brachte die groß gewachsene Torhüterin immer mehr durch durchschaubare Würfe ins Spiel.

Trotz allem war beim 13:12-Halbzeitstand überhaupt noch kein Sieger abzusehen, und in der Pausenbesprechung war allen Spielerinnen klar, dass sie in Sachen Konzentration und Einsatzbereitschaft eine Schippe drauflegen müssen. Vorsatz und Realität fanden allerdings kaum zusammen, und so mussten die SG-Frauen direkt nach Wiederanpfiff innerhalb von fünf Minuten einen 14:17-Rückstand verdauen, weil sie erneut viel zu leichtfertig mit den eigenen Torchancen umgingen. In der 43. Minute waren sie allerdings plötzlich wieder dran (19:18), und die Hoffnung keimte auf, das Blatt nun endlich, wie im Vorjahr, in der Schlussphase zu wenden. Dabei konnten besonders Lucy Klingler und Kreisläuferin Lisa Schipper ihre Chancen nutzen.

Die SG kommt nochmal heran

Innerhalb von fünf Minuten leistete man sich dann die nächste Fehlersammlung, die zum vermeintlich vorentscheidenden 24:19 führte. In einer notwendigen letzten Auszeit stellte das Trainerteam nun komplett „auf Attacke“ um, ordnete eine extrem offensive 3:3-Abwehr an und versuchte in den letzten zehn Minuten doch nochmals alles. Die nun eingewechselte Sara Hildebrand konnte mit ihrer Frische auf der Spielmacherposition immer wieder erfolgreich selbst zum Torabschluss kommen. Fünf Minuten vor Spielende stand die Partie beim 26:25 tatsächlich nochmals auf „Messers Schneide“, als die kämpferische Franka Riedl einen weiteren Konter einnetzen konnte.

Sehenswert waren in dieser Phase auch die Paraden der inzwischen eingewechselten Oli Blandl, die plötzlich reihenweise die klarsten Chancen vereitelte. Mindestens einen Punkt wollten die SG-Frauen mitnehmen. Leider konnten sie in den letzten Minuten keinen Treffer mehr erzielen und mussten kurz vor Schluss dann doch den K.o. hinnehmen.

Als Fazit bleibt die Erkenntnis, dass in etlichen Situationen die sicheren Pass- und Ballwege noch nicht greifen, die Spielsteuerung auch oft zu wünschen übrig ließ und man letztlich bei der Vielzahl der vergebenen Chancen einfach eine letztlich verdiente Niederlage einstecken musste.

Nächstes Spiel in Eddersheim

Andererseits sollte es Motivation genug sein, in den anstehenden zwei Trainingswochen bis zur nächsten Auswärtsfahrt nach Eddersheim an diesen Stellschrauben weiter zu drehen und zu arbeiten. Letztlich wissen die Mannschaft und die Verantwortlichen, dass das Team nach tollen Auftritten in Allensbach und München in den vergangenen Wochen genügend Potenzial hat, um den Klassenerhalt zu schaffen.

SG Kappelwindeck/Steinbach: Ina Rahner, Oli Blandl, Karen Klöpfer, Lucy Klingler (4), Fitore Aliu (2), Desi Kolasinac (4/1), Marleen Kern (2), Sarah Tränkel, Sara Hildebrand (4), Janina Jülg (1), Anna Bönte (1), Lorena Vierling (1), Monja Lorenz, Lisa Schipper (3), Franka Riedl (3).

3. Liga Süd-West Frauen 
SG-Frauen verlieren zum Saisonauftakt - Marleen Kern feiert Debüt
Lucy Klingler zeigte ein starkes Debüt für die SG Kappelwindeck/Steinbach. Bildquelle Harro Hornung

Die SG Kappelwindeck/Steinbach ist mit einer 25:28 (12:13)-Niederlage bei der HSG Wittlich in die neue Runde der 3. Liga Süd-West gestartet. Ihr Debüt feierten unter anderem Lucy Klingler und Marleen Kern.

Die Frauen der SG Kappelwindeck/Steinbach haben den Saisonauftakt in der 3. Liga Süd-West verpatzt und gegen die HSG Wittlich mit 25:28 (12:13) den Kürzeren gezogen.

Den SG-Verantwortlichen war klar, dass man angesichts der personellen Neuorientierung in dieser Saison nur schwer über Favoritenrollen vor den Spielen spekulieren sollte. So war die Mannschaft zwar zuversichtlich, aber auch mit dem nötigen Respekt vor dem letztjährigen Aufsteiger nach Wittlich gereist, und hatte mit Sarah Hildebrand, Monja Lorenz, Lucy Klingler und der jungen Marleen Kern einige Bundesliga-Debütantinnen im neu formierten Kader. Auch Trainerin Nadine Wiume, unterstützt von Ralf Kotz und Arnold Manz auf der Bank, stand erstmals an der Seitenlinie.

Zu viele Fehler

Dennoch gingen die SG-Frauen, mit Unterstützung einer von Beginn an gut aufgelegten Ina Rahner im Tor, durch zwei schnelle Konter mit 2:0 in Führung, bevor dann allerdings schnell der Faden etwas riss und die Gäste postwendend ausgleichen konnten. In dieser Phase begann erstmalig der „Schlendrian“, besonders in leichtfertig vergebenen Torwürfen, schlecht vorbereiteten Angriffshandlungen und auch im mangelnden Rückzugsverhalten gegen die nun „Morgenluft“ witternden Gastgeberinnen, die nun ihrerseits mit zwei Treffern davonzogen (7:5). Die SG konnte zwar nach und nach die Partie wieder ausgeglichen gestalten, um sich aber selbst wieder etwas besser abzusetzen, reihten sich erneut zu viele einfache Fehler auf allen Positionen aneinander, und man brachte die groß gewachsene Torhüterin immer mehr durch durchschaubare Würfe ins Spiel.

Trotz allem war beim 13:12-Halbzeitstand überhaupt noch kein Sieger abzusehen, und in der Pausenbesprechung war allen Spielerinnen klar, dass sie in Sachen Konzentration und Einsatzbereitschaft eine Schippe drauflegen müssen. Vorsatz und Realität fanden allerdings kaum zusammen, und so mussten die SG-Frauen direkt nach Wiederanpfiff innerhalb von fünf Minuten einen 14:17-Rückstand verdauen, weil sie erneut viel zu leichtfertig mit den eigenen Torchancen umgingen. In der 43. Minute waren sie allerdings plötzlich wieder dran (19:18), und die Hoffnung keimte auf, das Blatt nun endlich, wie im Vorjahr, in der Schlussphase zu wenden. Dabei konnten besonders Lucy Klingler und Kreisläuferin Lisa Schipper ihre Chancen nutzen.

Die SG kommt nochmal heran

Innerhalb von fünf Minuten leistete man sich dann die nächste Fehlersammlung, die zum vermeintlich vorentscheidenden 24:19 führte. In einer notwendigen letzten Auszeit stellte das Trainerteam nun komplett „auf Attacke“ um, ordnete eine extrem offensive 3:3-Abwehr an und versuchte in den letzten zehn Minuten doch nochmals alles. Die nun eingewechselte Sara Hildebrand konnte mit ihrer Frische auf der Spielmacherposition immer wieder erfolgreich selbst zum Torabschluss kommen. Fünf Minuten vor Spielende stand die Partie beim 26:25 tatsächlich nochmals auf „Messers Schneide“, als die kämpferische Franka Riedl einen weiteren Konter einnetzen konnte.

Sehenswert waren in dieser Phase auch die Paraden der inzwischen eingewechselten Oli Blandl, die plötzlich reihenweise die klarsten Chancen vereitelte. Mindestens einen Punkt wollten die SG-Frauen mitnehmen. Leider konnten sie in den letzten Minuten keinen Treffer mehr erzielen und mussten kurz vor Schluss dann doch den K.o. hinnehmen.

Als Fazit bleibt die Erkenntnis, dass in etlichen Situationen die sicheren Pass- und Ballwege noch nicht greifen, die Spielsteuerung auch oft zu wünschen übrig ließ und man letztlich bei der Vielzahl der vergebenen Chancen einfach eine letztlich verdiente Niederlage einstecken musste.

Nächstes Spiel in Eddersheim

Andererseits sollte es Motivation genug sein, in den anstehenden zwei Trainingswochen bis zur nächsten Auswärtsfahrt nach Eddersheim an diesen Stellschrauben weiter zu drehen und zu arbeiten. Letztlich wissen die Mannschaft und die Verantwortlichen, dass das Team nach tollen Auftritten in Allensbach und München in den vergangenen Wochen genügend Potenzial hat, um den Klassenerhalt zu schaffen.

SG Kappelwindeck/Steinbach: Ina Rahner, Oli Blandl, Karen Klöpfer, Lucy Klingler (4), Fitore Aliu (2), Desi Kolasinac (4/1), Marleen Kern (2), Sarah Tränkel, Sara Hildebrand (4), Janina Jülg (1), Anna Bönte (1), Lorena Vierling (1), Monja Lorenz, Lisa Schipper (3), Franka Riedl (3).