Oberliga A-Jugend männl. Meisterrunde 
Im Derby geht es um Platz eins
Zum vierten Mal innerhalb weniger Monate stehen sich ­heute die A-Jugend-Teams des TuS Schutterwald und der SG Ottenheim/Altenheim gegenüber. Bildquelle Ulrich Marx

An diesem Donnerstag stehen sich ab 18.45 Uhr mit dem TuS Schutterwald und der SG Ottenheim/Altenheim in der Mörburghalle die beiden derzeit besten A-Jugend-Handballteams der Region gegenüber. Dabei geht es auch um die Meisterschaft in der Oberliga Baden-Württemberg

Die Ausgangslage ist klar. Schutterwald weist vor dem letzten Spiel 11:1 Punkte auf, die SG Ottenheim/Altenheim hat 10:0 Punkte. Bei einem Sieg könnte Schutterwald also den Meistertitel in der BW-Oberliga feiern, die SG Ottenheim/Altenheim braucht ihrerseits mindestens ein Unentschieden und darf sich dann am Samstag (12.30 Uhr) im abschließenden Heimspiel gegen die SG BBM Bietigheim keinen Ausrutscher mehr erlauben.

Beide Teams sind sich in den vergangenen Monaten schon dreimal begegnet. In der Qualifikation zur Jugend-Bundesliga im Sommer 2021 hatte die SG Ottenheim/Altenheim nach zwei Spielen die Nase vorn, scheiterte aber eine Runde weiter. Auch in der Vorrunde der BW-Oberliga setzte sich die SG O/A in Altenheim deutlich mit 39:27 durch. Für Martin Heuberger, der gemeinsam mit Bernd Junker das TuS-Trainerduo bildet, ist der Gegner „normalerweise besser als wir“. Zumal die personellen Voraussetzungen beim TuS nicht die besten sind. Mit Emanuel Bello und Luca Schlageter fallen zwei Leistungsträger verletzungsbedingt aus, zudem hat sich die vergangenen Tage Corona erneut in die Mannschaft geschlichen. „Zuletzt war keine vernünftige Vorbereitung möglich. Deshalb ist es jetzt egal, ob wir am Ende Erster oder Zweiter werden“, sagt Heuberger, dessen Respekt vor dem Gegner groß ist. „Sie haben drei, vier Spieler, die richtig gutes Niveau haben“, erklärt der TuS-Coach und ist vor allem vom Halblinken Jacob Funk angetan, der kommende Saison beim TV Willstätt spielen wird. „Er bringt schon körperlich einiges mit und hat viel Potenzial.“

Vor dem Saisonfinale zeigt sich Heuberger jedenfalls mit der Entwicklung seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Ich dachte, dass die württembergischen Vereine dominieren werden. Dass wir vorne stehen, hätte ich nicht erwartet. Aber einige Spieler haben sich toll entwickelt, und das sieht man auch am Tabellenstand.“

Beide Teams werden sich nach dem Saisonfinale auf die Qualifikationsspiele zur Jugend-Bundesliga vorbereiten. Die Chancen werden dabei auf beiden Seiten eher gering eingestuft, doch Heuberger weiß: „Diese Erfahrung, die die Jungs in diesen Spielen machen, wird wichtig sein.“