Ein Quintett der Rhein-Neckar Löwen jubelte über Gold beim EYOF: Lennart Karrenbauer, Dave Hörnig, Marc Griffelmacher, Felix Göttler und Theo Sommer (v. l.). Bildquelle: Privatfoto
Dave Hörnig: Gold als Anreiz für Olympia
Handball in der Ortenau

Der aus Altenheim stammende Jugendtorwart der Rhein-Neckar Löwen feierte beim EYOF in der Slowakei einen weiteren großen Erfolg. Neue Ziele im Blick.

Wenn Dave Hörnig auf die vergangenen Monate zurückblickt, muss er sich manchmal selbst kneifen. Denn hinter dem erst 16 Jahre alten Handball-Torwart aus Altenheim liegt eine aufregende Zeit.

Vor einem knappen Jahr hatte sich der Realschüler zu einem Wechsel ins Nachwuchsleistungszentrum der Rhein-Neckar Löwen entschieden, vor ein paar Wochen wurde er mit seiner neuen Mannschaft deutscher B-Jugendmeister. Im Anschluss folgte die Berufung in die Jugend-Nationalmannschaft, und am vergangenen Samstag gewann er mit dem deutschen Team Gold beim Europäischen Olympischen Jugend-Festival (EYOF) in Banska Bystrica in der Slowakei. ,,Dass es so gut läuft, hätte ich nicht erwartet", sagte Hörnig nach seiner Rückkehr in die Heimat.

Ungeschlagen zum Titel

Zunächst sei man ohne große Erwartungen zum ersten internationalen Meisterschaftsturnier in die Slowakei gefahren. ,,Wir hatten die Gegner ja noch nicht gesehen." Nach einer beeindruckenden Vorrunde mit Siegen gegen die Slowakei (40:17), Slowenien (30:19) und Portugal (32:24) hatte die Mannschaft aber Lunte gerochen. ,,Ab da wollten wir unbedingt ins Finale."

Viele Einsatzzeiten

Das Halbfinale gegen Kroatien wurde mit 37:19 deutlich dominiert, und in einem Herzschlagfinale schließlich Dänemark in letzter Sekunde mit 29:28 bezwungen. Als fast alle mit einer Verlängerung gerechnet hatten, war Tim Gömmel (HC Erlangen) von außen mit einem Dreher erfolgreich gewesen. Über die drohende Extraschicht hatte Hörnig indes wenig nachgedacht. ,,Wir hatte noch 20 Sekunden im letzten Angriff. Da war ich sicher, dass wir das Tor noch machen." Apropos Tor: Er selbst hütete seinen Kasten im Endspiel die ganze Zeit, auch zuvor hatte er viel Einsatzzeit erhalten und konnte zeigen, dass er zu den besten Nachwuchs-Schlussmännern im deutschen Handball gehört.

Olympische Träume wecken

Und das EYOF, 1991 vom damaligen IOC-Präsidenten Jacques Rogge initiiert, um die besten europäischen Jugendlichen an die olympische Bewegung heranzuführen, und olympische Träume zu wecken, könnte auch der Karriere des jungen Löwen-Torwarts den entscheidenden Kick gegeben haben. ,,Es war was Neues und hat den Anreiz geboten, mal richtige Olympische Spiele zu erleben", erklärte Hörnig.

Pizza nach dem Goldtriumph

Wie seine Altersgenossen erlebte der Altenheimer intensive Tage in Banska Bystrica, die mit einer stimmungsvollen Eröffnungsfeier begannen. Danach war der Tagesablauf indes streng getaktet. ,,Am spielfreien Donnerstag sind wir aber ins Olympische Dorf gefahren und haben Tennis, Judo und Badminton angeschaut", erzählte Hörnig, der mit der deutschen Delegation, zu der auch der Schutterwälder Physiotherapeut Stefan Armbruster gehörte, in einem Hotel logierte. Auf die Abschlussfeier hat man übrigens verzichtet. Da hat man den Goldtriumph gefeiert - altersgerecht beim Pizzaessen.

Zwei Wochen Pause

Keinen Blick gab es leider für die deutschen Handballerinnen um die aus Ottenhöfen stammende Marleen Kern (SG Kappelwindeck/Steinbach), die die Bronzemedaille knapp verpassten. ,,Entweder waren unsere Spiele parallel oder wir haben in verschiedenen Hallen gespielt", bedauerte Hörnig, der nun erst mal noch zwei Wochen Pause und einen Italien-Trip eingeplant hat.

Neue Ziele

Danach warten neue Ziele: Ab der kommenden Saison spielt er in der A-Jugend der Rhein-Neckar Löwen. ,,Da wollen wir wieder ins DM-Finale", kündigt er an, zudem hofft er auf Einsätze im Drittliga-Team der Rhein-Neckar Löwen. Und gegen weitere Berufungen in die Jugendnationalmannschaft hätte er auch nichts einzuwenden.

 
Dave Hörnig: Gold als Anreiz für Olympia
Ein Quintett der Rhein-Neckar Löwen jubelte über Gold beim EYOF: Lennart Karrenbauer, Dave Hörnig, Marc Griffelmacher, Felix Göttler und Theo Sommer (v. l.). Bildquelle Privatfoto

Der aus Altenheim stammende Jugendtorwart der Rhein-Neckar Löwen feierte beim EYOF in der Slowakei einen weiteren großen Erfolg. Neue Ziele im Blick.

Wenn Dave Hörnig auf die vergangenen Monate zurückblickt, muss er sich manchmal selbst kneifen. Denn hinter dem erst 16 Jahre alten Handball-Torwart aus Altenheim liegt eine aufregende Zeit.

Vor einem knappen Jahr hatte sich der Realschüler zu einem Wechsel ins Nachwuchsleistungszentrum der Rhein-Neckar Löwen entschieden, vor ein paar Wochen wurde er mit seiner neuen Mannschaft deutscher B-Jugendmeister. Im Anschluss folgte die Berufung in die Jugend-Nationalmannschaft, und am vergangenen Samstag gewann er mit dem deutschen Team Gold beim Europäischen Olympischen Jugend-Festival (EYOF) in Banska Bystrica in der Slowakei. ,,Dass es so gut läuft, hätte ich nicht erwartet", sagte Hörnig nach seiner Rückkehr in die Heimat.

Ungeschlagen zum Titel

Zunächst sei man ohne große Erwartungen zum ersten internationalen Meisterschaftsturnier in die Slowakei gefahren. ,,Wir hatten die Gegner ja noch nicht gesehen." Nach einer beeindruckenden Vorrunde mit Siegen gegen die Slowakei (40:17), Slowenien (30:19) und Portugal (32:24) hatte die Mannschaft aber Lunte gerochen. ,,Ab da wollten wir unbedingt ins Finale."

Viele Einsatzzeiten

Das Halbfinale gegen Kroatien wurde mit 37:19 deutlich dominiert, und in einem Herzschlagfinale schließlich Dänemark in letzter Sekunde mit 29:28 bezwungen. Als fast alle mit einer Verlängerung gerechnet hatten, war Tim Gömmel (HC Erlangen) von außen mit einem Dreher erfolgreich gewesen. Über die drohende Extraschicht hatte Hörnig indes wenig nachgedacht. ,,Wir hatte noch 20 Sekunden im letzten Angriff. Da war ich sicher, dass wir das Tor noch machen." Apropos Tor: Er selbst hütete seinen Kasten im Endspiel die ganze Zeit, auch zuvor hatte er viel Einsatzzeit erhalten und konnte zeigen, dass er zu den besten Nachwuchs-Schlussmännern im deutschen Handball gehört.

Olympische Träume wecken

Und das EYOF, 1991 vom damaligen IOC-Präsidenten Jacques Rogge initiiert, um die besten europäischen Jugendlichen an die olympische Bewegung heranzuführen, und olympische Träume zu wecken, könnte auch der Karriere des jungen Löwen-Torwarts den entscheidenden Kick gegeben haben. ,,Es war was Neues und hat den Anreiz geboten, mal richtige Olympische Spiele zu erleben", erklärte Hörnig.

Pizza nach dem Goldtriumph

Wie seine Altersgenossen erlebte der Altenheimer intensive Tage in Banska Bystrica, die mit einer stimmungsvollen Eröffnungsfeier begannen. Danach war der Tagesablauf indes streng getaktet. ,,Am spielfreien Donnerstag sind wir aber ins Olympische Dorf gefahren und haben Tennis, Judo und Badminton angeschaut", erzählte Hörnig, der mit der deutschen Delegation, zu der auch der Schutterwälder Physiotherapeut Stefan Armbruster gehörte, in einem Hotel logierte. Auf die Abschlussfeier hat man übrigens verzichtet. Da hat man den Goldtriumph gefeiert - altersgerecht beim Pizzaessen.

Zwei Wochen Pause

Keinen Blick gab es leider für die deutschen Handballerinnen um die aus Ottenhöfen stammende Marleen Kern (SG Kappelwindeck/Steinbach), die die Bronzemedaille knapp verpassten. ,,Entweder waren unsere Spiele parallel oder wir haben in verschiedenen Hallen gespielt", bedauerte Hörnig, der nun erst mal noch zwei Wochen Pause und einen Italien-Trip eingeplant hat.

Neue Ziele

Danach warten neue Ziele: Ab der kommenden Saison spielt er in der A-Jugend der Rhein-Neckar Löwen. ,,Da wollen wir wieder ins DM-Finale", kündigt er an, zudem hofft er auf Einsätze im Drittliga-Team der Rhein-Neckar Löwen. Und gegen weitere Berufungen in die Jugendnationalmannschaft hätte er auch nichts einzuwenden.