Nadja Kaufmann erzielte fünf Tore für die SG Kappelwindeck/Steinbach. Bildquelle: Harald Hornung
Endspurt kommt zu spät
3. Liga Damen Gruppe E

Trotz der 26:28 (11:13)-Niederlage im Spitzenspiel bei der SG Schozach/Bottwartal kehrten die Drittliga-Handballerinnen der SG Steinbach/Kappelwindeck mit ,,erhobenem Haupt" aus Beilstein zurück.

Auch wenn man im Vorfeld die Erwartungshaltung von Seiten der SG-Verantwortlichen bewusst sehr gelassen gestaltet hatte, war von Beginn an zu spüren, dass für die Mädels um Franzi Manz und Stephi Elies die Partie eine besondere war.

Mit einer gewohnten 3:2:1-Abwehr stand man anfangs recht sicher, leistete sich aber in ersten Spielphase bereits zu viele Fehlwürfe und technische Fehler, die die flinken und cleveren Schwäbinnen immer postwendend bestraften.

Nach 2:4-Rückstand kam man nach einigen Wechseln und drei schönen Treffern in Folge durch die clever agierende Desi Kolasinac beim 5:5 zum Ausgleich, musste aber dennoch in einer Auszeit einige Punkte neu ordnen. Für die kurzfristig erkrankte Karen Klöpfer kam nun Lisa Schipper aufs Feld, die gleich mit einem Treffer einen guten Einstand hatte und nun in einer ebenfalls sicher stehenden 6:0-Abwehr im Zentrum agierte.

Bis zum 8:7 (20.) blieb es ein enges Spiel, wobei man leider im Angriff weiter nicht den direkten Weg zum Tor suchte, wenig über die Außen lief und die gute Torhüterin des Gegners etliche Chancen vereitelte. So war der „beste Angriff der Liga“ bis zur Pause leider weiterhin recht druck- und mutlos, blieb aber dennoch mit guter Moral bis zum 13:11-Pausenstand auf Schlagdistanz.

Äußerst selbstkritisch in der Pausenbesprechung, wussten alle Beteiligten, dass man gegen diesen hochkarätigen Gegner „eine Schippe drauflegen muss“, um in den eigenen Spielrythmus zu kommen.
Der Wille war sichtlich vorhanden, aber Körpersprache und weiter fehlerhafte Angriffsaktionen zeigten den Unterschied zwischen Wollen und Können in dieser Spielphase. Dazu kam, dass man sich auch trotz defensiver Ausrichtung in der Abwehr nun immer wieder Unaufmerksamkeiten leistete, was den Gegner über den Kreis, aber auch aus der Nahwurfzone immer wieder zu Treffern einlud. Einzig die kurz vor der Halbzeit eingewechselte Ina Rahner im Tor konnte mit drei gehaltenen Strafwürfen und etlichen guten Aktionen immer wieder glänzen.

Nach und nach musste man die Gastgeber vor lautstarker Kulisse (auch dank eigener Trommler-Gruppe) mit erneuten leichten Fehlern wegziehen lassen, und SG-Trainer Arnold Manz war gezwungen, in der 44. Minute beim 22:15 bereits die letzte Auszeitkarte legen. In dieser Pause ging es nochmals um das Thema „Selbstvertrauen und Gesicht wahren“, aber auch um eine erneute Abwehrumstellung.

Nun wurde zuerst die agile Spielmacherin Theresa Müller, kurz danach auch Svenja Kaufmann in „Kurzdeckung“ genommen. Mutig ging man dann sogar in eine komplette offensive 1:1-Abwehr über, um dem Gegner nochmals eine finale Aufgabe zu stellen und schneller in Ballbesitz zu gelangen.

Nun drückten die SG-Mädels den Schalter „auf Attacke“ und kämpften aufopferungsvoll um jeden Ball und jeden gegnerischen Angriff. Nadja Kaufmann fand nun endlich die Lücken beim Gegner, Stephi Elies feierte mit ihr gemeinsam einen astreinen Kempa-Treffer und fand selbst nun den direkten Weg ins Tor, und Desi Kolasinac blieb auch bei den Strafwürfen cool. So kam man zum Spielende immer bedrohlicher auf und zeigte im Schluss-Spurt endlich wieder das Gesicht der Mannschaft, das dem Team trotz dieser Niederlage einen aktuell sensationellen dritten Tabellenplatz beschert.

Jetzt gilt es nach der Pause durch den Spieltag in der Jugend-Bundesliga (Sa. 13.30 Uhr SG BBM Bietigheim - SG K/S) in zwei Wochen gegen die ebenfalls noch ungeschlagenen HSG Freiburg besonders die Moral der Endphase aus Beilstein mitzunehmen. Dann dürfte man in der Sportschule Steinbach (So. 5. Dezember/15 Uhr) sicherlich auch den zweiten Liga-Favoriten vor Probleme stellen können - an einem guten Tag ist bei der aktuellen Verfassung sicherlich vieles möglich.

 

SG Steinbach/Kappelwindeck: Zoe Bürger, Oli Blandl, Ina Rahner; Franzi Manz , Nadja Kaufmann 5, Stephi Elies 4, Lisa Schipper 1, Desi Kolasinac 10/5, Fitore Aliu 4, Franka Riedl 1, Janina Jülg 1 , Ariane Pfundstein, Anna Bönte.

3. Liga Damen Gruppe E 
Endspurt kommt zu spät
Nadja Kaufmann erzielte fünf Tore für die SG Kappelwindeck/Steinbach. Bildquelle Harald Hornung

Trotz der 26:28 (11:13)-Niederlage im Spitzenspiel bei der SG Schozach/Bottwartal kehrten die Drittliga-Handballerinnen der SG Steinbach/Kappelwindeck mit ,,erhobenem Haupt" aus Beilstein zurück.

Auch wenn man im Vorfeld die Erwartungshaltung von Seiten der SG-Verantwortlichen bewusst sehr gelassen gestaltet hatte, war von Beginn an zu spüren, dass für die Mädels um Franzi Manz und Stephi Elies die Partie eine besondere war.

Mit einer gewohnten 3:2:1-Abwehr stand man anfangs recht sicher, leistete sich aber in ersten Spielphase bereits zu viele Fehlwürfe und technische Fehler, die die flinken und cleveren Schwäbinnen immer postwendend bestraften.

Nach 2:4-Rückstand kam man nach einigen Wechseln und drei schönen Treffern in Folge durch die clever agierende Desi Kolasinac beim 5:5 zum Ausgleich, musste aber dennoch in einer Auszeit einige Punkte neu ordnen. Für die kurzfristig erkrankte Karen Klöpfer kam nun Lisa Schipper aufs Feld, die gleich mit einem Treffer einen guten Einstand hatte und nun in einer ebenfalls sicher stehenden 6:0-Abwehr im Zentrum agierte.

Bis zum 8:7 (20.) blieb es ein enges Spiel, wobei man leider im Angriff weiter nicht den direkten Weg zum Tor suchte, wenig über die Außen lief und die gute Torhüterin des Gegners etliche Chancen vereitelte. So war der „beste Angriff der Liga“ bis zur Pause leider weiterhin recht druck- und mutlos, blieb aber dennoch mit guter Moral bis zum 13:11-Pausenstand auf Schlagdistanz.

Äußerst selbstkritisch in der Pausenbesprechung, wussten alle Beteiligten, dass man gegen diesen hochkarätigen Gegner „eine Schippe drauflegen muss“, um in den eigenen Spielrythmus zu kommen.
Der Wille war sichtlich vorhanden, aber Körpersprache und weiter fehlerhafte Angriffsaktionen zeigten den Unterschied zwischen Wollen und Können in dieser Spielphase. Dazu kam, dass man sich auch trotz defensiver Ausrichtung in der Abwehr nun immer wieder Unaufmerksamkeiten leistete, was den Gegner über den Kreis, aber auch aus der Nahwurfzone immer wieder zu Treffern einlud. Einzig die kurz vor der Halbzeit eingewechselte Ina Rahner im Tor konnte mit drei gehaltenen Strafwürfen und etlichen guten Aktionen immer wieder glänzen.

Nach und nach musste man die Gastgeber vor lautstarker Kulisse (auch dank eigener Trommler-Gruppe) mit erneuten leichten Fehlern wegziehen lassen, und SG-Trainer Arnold Manz war gezwungen, in der 44. Minute beim 22:15 bereits die letzte Auszeitkarte legen. In dieser Pause ging es nochmals um das Thema „Selbstvertrauen und Gesicht wahren“, aber auch um eine erneute Abwehrumstellung.

Nun wurde zuerst die agile Spielmacherin Theresa Müller, kurz danach auch Svenja Kaufmann in „Kurzdeckung“ genommen. Mutig ging man dann sogar in eine komplette offensive 1:1-Abwehr über, um dem Gegner nochmals eine finale Aufgabe zu stellen und schneller in Ballbesitz zu gelangen.

Nun drückten die SG-Mädels den Schalter „auf Attacke“ und kämpften aufopferungsvoll um jeden Ball und jeden gegnerischen Angriff. Nadja Kaufmann fand nun endlich die Lücken beim Gegner, Stephi Elies feierte mit ihr gemeinsam einen astreinen Kempa-Treffer und fand selbst nun den direkten Weg ins Tor, und Desi Kolasinac blieb auch bei den Strafwürfen cool. So kam man zum Spielende immer bedrohlicher auf und zeigte im Schluss-Spurt endlich wieder das Gesicht der Mannschaft, das dem Team trotz dieser Niederlage einen aktuell sensationellen dritten Tabellenplatz beschert.

Jetzt gilt es nach der Pause durch den Spieltag in der Jugend-Bundesliga (Sa. 13.30 Uhr SG BBM Bietigheim - SG K/S) in zwei Wochen gegen die ebenfalls noch ungeschlagenen HSG Freiburg besonders die Moral der Endphase aus Beilstein mitzunehmen. Dann dürfte man in der Sportschule Steinbach (So. 5. Dezember/15 Uhr) sicherlich auch den zweiten Liga-Favoriten vor Probleme stellen können - an einem guten Tag ist bei der aktuellen Verfassung sicherlich vieles möglich.

 

SG Steinbach/Kappelwindeck: Zoe Bürger, Oli Blandl, Ina Rahner; Franzi Manz , Nadja Kaufmann 5, Stephi Elies 4, Lisa Schipper 1, Desi Kolasinac 10/5, Fitore Aliu 4, Franka Riedl 1, Janina Jülg 1 , Ariane Pfundstein, Anna Bönte.