Bildquelle: Handball.BO.De
Wichtiger Sieg und ein Neuzugang für den HBW Balingen-Weilstetten
Bundesliga Herren

Der Tabellenletzte meldet sich zurück im Kampf um den Klassenerhalt. Mit einer starken, kämpferischen Leistung über die gesamten 60 Minuten konnten die Gallier einen hochverdienten 30:29 (16:17)-Erfolg im Schwabenderby gegen FrischAuf Göppingen feiern.

Partystimmung am ,,Fasnets-Samstag" in der ,,Hölle-Süd" in Balingen und ein Einstand nach Maß für Neu-Gallier Tim Grüner, der einen Tag zuvor noch für den VfL Potsdam auf der Platte gestanden hatte. Mit seinem vierten Treffer zum 30:28, 14 Sekunden vor dem Schlusspfiff, krönte er seinen tollen Einstand und machte gleichzeitig den Deckel auf das Derby.

Von Beginn an war es von beiden Mannschaften ein Kampf um jeden Zentimeter Boden und beide Abwehrreihen waren hervorragend eingestellt. Die Gallier erwischten den etwas besseren Start aber die erfahrenen Routiniers von FrischAuf konterten eiskalt. Mit einem 5:0-Lauf drehten sie die Partie zu ihren Gunsten - höchste Zeit für HBW-Trainer Jens Bürkle nach knapp zehn Minuten seine erste Auszeit zu nehmen. Mit ein paar Hinweisen, auf Dinge, die bereits im Vorfeld besprochen waren, schickte er sein Jungs wieder zurück auf die Platte. Die beherzigten die Vorgaben ihres Coaches und nach einem weiteren 5:0-Lauf, dieses Mal allerdings von den Galliern zum 7:5, drückte Gästetrainer Markus Baur den Auszeitbuzzer. Seine Ansprache war allerdings nicht so nachhaltig, wie die von Bürkle, denn die Gallier blieben zunächst einmal in Führung.

Seinen Anteil an der Balinger Führung hatte auch Blitztransfer Tim Grüner. Beim Stande von 8:7 in der 16. Spielminute schickte ihn der HBW-Coach zum ersten Mal auf die Platte und nur knapp zwei Minuten später nutzte er seine erste Chance zum 10:8 und auch das 12:10 in der 20. Minuten ging auf das Konto des 20-jährigen. Nach diesem Treffer - eigentlich waren die Hausherren am Drücker - kippte die Partie aber plötzlich und Göppingen bekam Oberwasser. Angefeuert von zahlreich mitgereisten Fans, drehten sie die Partie binnen weniger Sekunden und so stand es aus Sicht der Gallier in der 27. Minute plötzlich 13:16.

Mit 16:17 ging es in die Halbzeitpause und aus der kamen die Gallier deutlich wacher zurück. Sie holten sich mit einem Doppelschlag die Führung zurück und beim Stand von 21:18 durch Filip Vistorop in der 38. Spielminute drückte Göppingens Coach Markus Baur zum nächsten Mal den Buzzer. Dieses Mal mit mehr Erfolg, denn seine Jungs glichen innerhalb kürzester Zeit zum 21:21 (42. Min.) aus. Spätestens ab jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe. Als es Richtung Crunchtime ging, schienen die Gäste aus Göppingen etwas mehr Körner zu haben. Die Abwehr zwang die Gallier immer wieder ins Zeitspiel und vorne nutzten die Grünweißen ihre Möglichkeiten. Beim 26:28 in der 56. Spielminute schien die Partie bereits entschieden, aber die Gäste hatten die Rechnung ohne die Gallier gemacht.

Lukas Saueressig nagelte einen Schlagwurf in die Göppinger Maschen und weil die Gäste den folgenden Anwurf verzögerten, zeigten die beiden Unparteiischen sofort das Zeitspiel an. Der Torwurf unter Zeitnot ging weit über das Balinger Gehäuse und im Gegenzug ließ Jerome Müller dem Göppinger Torhüter keine Chance. Es stand 28:28 und es waren noch drei Minuten zu spielen. Der nächste Abschluss von Göppingen wurde eine Beute von Afrika-Meister Mohamed El-Tayar im Tor der Balinger und wieder war es Müller, der mit unwiderstehlichem Zug zum Tor von der Göppinger Abwehr nicht zu stoppen war. Der Linkshänder brachte die Gallier mit 29:28 in Führung. Den nächsten Angriff verteidigten die Hausherren mit allem, was sie hatten und Gäste-Trainer Baur drückte 91 Sekunden vor dem Schlusspfiff erneut den Buzzer für die Auszeit. Mit klaren Vorgaben schickte er seine Jungs wieder zurück auf die Platte. Der besprochene Spielzug funktionierte, aber Marcel Schiller verzog den Abschluss und der HBW hatten noch etwas mehr als eine Minute Zeit, um die Gallier-Partie zu zünden.

Auch HBW-Coach Jens Bürkle nahm nochmals eine Auszeit. Er ließ für den Spielzug seinen Jungs freie Hand, verlangte aber, dass sie mit voller Überzeugung in den Abschluss gehen, und das taten sie. Sie reizten den Angriff aus, bis die beiden Unparteiischen den Arm für das Zeitspiel hoben. Den letzten möglichen Pass spielte Lukas Saueressig mit viel Gefühl nach Außen auf Tim Grüner und der Neu-Gallier machte zum einen mit einem gefühlvollen Heber den Deckel auf das Schwabenderby und sorgte zum anderen gleichzeitig dafür, dass die SparkassenArena in ihren Grundfesten erbebte. Der Göppinger Treffer zum 30:29 mit dem Schlusspfiff war nur noch Ergebniskosmetik.

HBW-Geschäftsführer Felix König hat zuvor ziemlich überraschende Nachverpflichtung verkündet. Auf Grund der ungewissen Ausfallzeit von Patrick Volz auf Linksaußen und der Tatsache, dass in wenigen Tagen (am 15. Februar) die Wechselfrist endet, haben sich die Verantwortlichen beim HBW Balingen-Weilstetten für eine Nachverpflichtung ausgesprochen.

Tim Grüner wechselte mit sofortiger Wirkung vom Zweitliga-Tabellenführer VfL Potsdam zum HBW Balingen-Weilstetten. Der Vertrag des 20-jährigen Linksaußen gilt bis zum Ende der laufenden Saison. ,,Vielen Dank an Bob Hanning und den VfL Potsdam, dass alles so reibungslos funktioniert hat", erklärte Geschäftsführer König, dass der Transfer ohne diese Unterstützung nicht so schnell funktioniert hätte.

Mit welch heißer Nadel der Deal tatsächlich gestrickt wurde, lässt sich schon daran erkennen, dass der Balinger Neuzugang noch am Freitag in Essen beim Auswärtsspiel für den VfL Potsdam auf der Platte gestanden hat. Nach dem 25:21-Erfolg setzte sich Grüner am Samstagvormittag in den Zug Richtung Stuttgart. Während sich HBW-Geschäftsführer König um die formellen Dinge, wie Spielerlaubnis usw. kümmerte, hat Mannschaftsbetreuer Ernst Bauser dafür gesorgt, dass das passende Trikot mit der Nr. 18 für den Neu-Gallier fertiggestellt wurde und am Abend rechtzeitig vor Spielbeginn in der Mannschaftskabine auf seinem Platz lag.

Der neue Linksaußen im Balinger Kader ist ein waschechter Berliner und stammt aus der Kaderschmiede der Füchse Berlin. Füchse-Manager und VfL Potsdam-Cheftrainer Bob Hanning hat die Entwicklung von Grüner nicht nur hautnah miterlebt, sondern selbst auch daran mitgewirkt. Mit den Füchsen hat er in A-Jugend-Bundesliga eine kontinuierliche Entwicklung gezeigt und auch in der 3. Liga bei den Jungfüchsen bereits eine wichtige Rolle gespielt. Zur Saison 2022/23 wechselte er in den Zweitligakader zum VfL Potsdam und spielte in dieser Zeit auch gegen die Gallier. Beim Auswärtssieg der Balinger in Potsdam im vergangenen Mai erzielte der Balinger Neuzugang insgesamt sechs Treffer. Vier davon von der 7m-Linie.

HBW Balingen-Weilstetten: Mario Ruminsky, Mohamed El-Tayar (TW); Nikola Grahovac 2, Filip Vistorop 7/3, Csaba Leimeter 1, Leo Prantner 5, Elias Huber, Daniel Ingason, Tim Grüner 4, Tim Hildenbrand, Jerome Müller 6, Jona Schoch, Mischa Locher, Lukas Saueressig 4, Tobias Heinzelmann 1;

FrischAuf Göppingen: Bart Ravensbergen, Marin Sego (TW); Tim Kneule, Andreas Flodman 3, Josip Sarac 8, Vid Poteko, Erik Persson, Marcel Schiller 7/2, Franko Lastro, Nils Röller 2, Elias Newel, Till Hermann, Kresimir Kozina 7, Jaka Malus, David Schmidt 2;

Bundesliga Herren 
Wichtiger Sieg und ein Neuzugang für den HBW Balingen-Weilstetten
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Der Tabellenletzte meldet sich zurück im Kampf um den Klassenerhalt. Mit einer starken, kämpferischen Leistung über die gesamten 60 Minuten konnten die Gallier einen hochverdienten 30:29 (16:17)-Erfolg im Schwabenderby gegen FrischAuf Göppingen feiern.

Partystimmung am ,,Fasnets-Samstag" in der ,,Hölle-Süd" in Balingen und ein Einstand nach Maß für Neu-Gallier Tim Grüner, der einen Tag zuvor noch für den VfL Potsdam auf der Platte gestanden hatte. Mit seinem vierten Treffer zum 30:28, 14 Sekunden vor dem Schlusspfiff, krönte er seinen tollen Einstand und machte gleichzeitig den Deckel auf das Derby.

Von Beginn an war es von beiden Mannschaften ein Kampf um jeden Zentimeter Boden und beide Abwehrreihen waren hervorragend eingestellt. Die Gallier erwischten den etwas besseren Start aber die erfahrenen Routiniers von FrischAuf konterten eiskalt. Mit einem 5:0-Lauf drehten sie die Partie zu ihren Gunsten - höchste Zeit für HBW-Trainer Jens Bürkle nach knapp zehn Minuten seine erste Auszeit zu nehmen. Mit ein paar Hinweisen, auf Dinge, die bereits im Vorfeld besprochen waren, schickte er sein Jungs wieder zurück auf die Platte. Die beherzigten die Vorgaben ihres Coaches und nach einem weiteren 5:0-Lauf, dieses Mal allerdings von den Galliern zum 7:5, drückte Gästetrainer Markus Baur den Auszeitbuzzer. Seine Ansprache war allerdings nicht so nachhaltig, wie die von Bürkle, denn die Gallier blieben zunächst einmal in Führung.

Seinen Anteil an der Balinger Führung hatte auch Blitztransfer Tim Grüner. Beim Stande von 8:7 in der 16. Spielminute schickte ihn der HBW-Coach zum ersten Mal auf die Platte und nur knapp zwei Minuten später nutzte er seine erste Chance zum 10:8 und auch das 12:10 in der 20. Minuten ging auf das Konto des 20-jährigen. Nach diesem Treffer - eigentlich waren die Hausherren am Drücker - kippte die Partie aber plötzlich und Göppingen bekam Oberwasser. Angefeuert von zahlreich mitgereisten Fans, drehten sie die Partie binnen weniger Sekunden und so stand es aus Sicht der Gallier in der 27. Minute plötzlich 13:16.

Mit 16:17 ging es in die Halbzeitpause und aus der kamen die Gallier deutlich wacher zurück. Sie holten sich mit einem Doppelschlag die Führung zurück und beim Stand von 21:18 durch Filip Vistorop in der 38. Spielminute drückte Göppingens Coach Markus Baur zum nächsten Mal den Buzzer. Dieses Mal mit mehr Erfolg, denn seine Jungs glichen innerhalb kürzester Zeit zum 21:21 (42. Min.) aus. Spätestens ab jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe. Als es Richtung Crunchtime ging, schienen die Gäste aus Göppingen etwas mehr Körner zu haben. Die Abwehr zwang die Gallier immer wieder ins Zeitspiel und vorne nutzten die Grünweißen ihre Möglichkeiten. Beim 26:28 in der 56. Spielminute schien die Partie bereits entschieden, aber die Gäste hatten die Rechnung ohne die Gallier gemacht.

Lukas Saueressig nagelte einen Schlagwurf in die Göppinger Maschen und weil die Gäste den folgenden Anwurf verzögerten, zeigten die beiden Unparteiischen sofort das Zeitspiel an. Der Torwurf unter Zeitnot ging weit über das Balinger Gehäuse und im Gegenzug ließ Jerome Müller dem Göppinger Torhüter keine Chance. Es stand 28:28 und es waren noch drei Minuten zu spielen. Der nächste Abschluss von Göppingen wurde eine Beute von Afrika-Meister Mohamed El-Tayar im Tor der Balinger und wieder war es Müller, der mit unwiderstehlichem Zug zum Tor von der Göppinger Abwehr nicht zu stoppen war. Der Linkshänder brachte die Gallier mit 29:28 in Führung. Den nächsten Angriff verteidigten die Hausherren mit allem, was sie hatten und Gäste-Trainer Baur drückte 91 Sekunden vor dem Schlusspfiff erneut den Buzzer für die Auszeit. Mit klaren Vorgaben schickte er seine Jungs wieder zurück auf die Platte. Der besprochene Spielzug funktionierte, aber Marcel Schiller verzog den Abschluss und der HBW hatten noch etwas mehr als eine Minute Zeit, um die Gallier-Partie zu zünden.

Auch HBW-Coach Jens Bürkle nahm nochmals eine Auszeit. Er ließ für den Spielzug seinen Jungs freie Hand, verlangte aber, dass sie mit voller Überzeugung in den Abschluss gehen, und das taten sie. Sie reizten den Angriff aus, bis die beiden Unparteiischen den Arm für das Zeitspiel hoben. Den letzten möglichen Pass spielte Lukas Saueressig mit viel Gefühl nach Außen auf Tim Grüner und der Neu-Gallier machte zum einen mit einem gefühlvollen Heber den Deckel auf das Schwabenderby und sorgte zum anderen gleichzeitig dafür, dass die SparkassenArena in ihren Grundfesten erbebte. Der Göppinger Treffer zum 30:29 mit dem Schlusspfiff war nur noch Ergebniskosmetik.

HBW-Geschäftsführer Felix König hat zuvor ziemlich überraschende Nachverpflichtung verkündet. Auf Grund der ungewissen Ausfallzeit von Patrick Volz auf Linksaußen und der Tatsache, dass in wenigen Tagen (am 15. Februar) die Wechselfrist endet, haben sich die Verantwortlichen beim HBW Balingen-Weilstetten für eine Nachverpflichtung ausgesprochen.

Tim Grüner wechselte mit sofortiger Wirkung vom Zweitliga-Tabellenführer VfL Potsdam zum HBW Balingen-Weilstetten. Der Vertrag des 20-jährigen Linksaußen gilt bis zum Ende der laufenden Saison. ,,Vielen Dank an Bob Hanning und den VfL Potsdam, dass alles so reibungslos funktioniert hat", erklärte Geschäftsführer König, dass der Transfer ohne diese Unterstützung nicht so schnell funktioniert hätte.

Mit welch heißer Nadel der Deal tatsächlich gestrickt wurde, lässt sich schon daran erkennen, dass der Balinger Neuzugang noch am Freitag in Essen beim Auswärtsspiel für den VfL Potsdam auf der Platte gestanden hat. Nach dem 25:21-Erfolg setzte sich Grüner am Samstagvormittag in den Zug Richtung Stuttgart. Während sich HBW-Geschäftsführer König um die formellen Dinge, wie Spielerlaubnis usw. kümmerte, hat Mannschaftsbetreuer Ernst Bauser dafür gesorgt, dass das passende Trikot mit der Nr. 18 für den Neu-Gallier fertiggestellt wurde und am Abend rechtzeitig vor Spielbeginn in der Mannschaftskabine auf seinem Platz lag.

Der neue Linksaußen im Balinger Kader ist ein waschechter Berliner und stammt aus der Kaderschmiede der Füchse Berlin. Füchse-Manager und VfL Potsdam-Cheftrainer Bob Hanning hat die Entwicklung von Grüner nicht nur hautnah miterlebt, sondern selbst auch daran mitgewirkt. Mit den Füchsen hat er in A-Jugend-Bundesliga eine kontinuierliche Entwicklung gezeigt und auch in der 3. Liga bei den Jungfüchsen bereits eine wichtige Rolle gespielt. Zur Saison 2022/23 wechselte er in den Zweitligakader zum VfL Potsdam und spielte in dieser Zeit auch gegen die Gallier. Beim Auswärtssieg der Balinger in Potsdam im vergangenen Mai erzielte der Balinger Neuzugang insgesamt sechs Treffer. Vier davon von der 7m-Linie.

HBW Balingen-Weilstetten: Mario Ruminsky, Mohamed El-Tayar (TW); Nikola Grahovac 2, Filip Vistorop 7/3, Csaba Leimeter 1, Leo Prantner 5, Elias Huber, Daniel Ingason, Tim Grüner 4, Tim Hildenbrand, Jerome Müller 6, Jona Schoch, Mischa Locher, Lukas Saueressig 4, Tobias Heinzelmann 1;

FrischAuf Göppingen: Bart Ravensbergen, Marin Sego (TW); Tim Kneule, Andreas Flodman 3, Josip Sarac 8, Vid Poteko, Erik Persson, Marcel Schiller 7/2, Franko Lastro, Nils Röller 2, Elias Newel, Till Hermann, Kresimir Kozina 7, Jaka Malus, David Schmidt 2;